Nachhaltige Vorweihnachtszeit

Konsumschlacht oder Besinnlichkeit? Fakt ist, es landen 20 bis 30 Prozent mehr Abfall im Müll im Dezember. Sei es Geschenkpapier, welches nur einmal im Gebrauch war, die Dekoration, Schokolade in Überfluss und der Adventskalender der häufig nur als Einweg Version gekauft wird.

Und für mich persönlich hat vieles nicht mehr mit dem traditionellen Weihnachten zu tun, wie wir es von früher kennen. Es muss alles noch mehr sein, noch größer, …

Wieso eigentlich? Was können wir tun um eine besinnliche Vorweihnachtszeit zu haben und zusätzlich noch etwas für unsere Umwelt tun.

Ich sag euch was, diese Kleinigkeiten, die wir ändern können, tun nicht weh aber dafür tun sie uns umso besser.

Fangen wir doch direkt einmal mit der Weihnachtsdekoration an:

Immer wieder aufs Neue wird Weihnachtsdeko gekauft und das Alte verstaubt einfach im Keller. Aber muss es denn immer wieder so viel Neues sein. Schau doch am besten erstmal bei euch im Keller nach, ob die „Alte“ Deko nicht noch super aussieht. Oder fragt mal bei euren Eltern oder Großeltern nach, ob die noch etwas übrighaben, gerne auch schon Kugeln für den Weihnachtsbaum, falls ihr so etwas noch nicht besitzt.

Denn wusstet ihr, dass etwa 80% der in Deutschland verkauften Weihnachtsartikel in China hergestellt wird und dort noch Kinderarbeit, Billiglöhne, gefährliche Chemikalien und Überstunden auf der Tagesordnung stehen. Unterstützen wir diese mit unserem Einkauf und holen uns diese gefährlichen Chemikalien auch noch in unser Zuhause.

Zudem hinterlassen die langen Transportwege einen riesigen ökologischen Fußabdruck.

Was auch besonders schön ist, sind gesammelte Sachen aus dem Wald, wie Tannenzapfen und Äste für die Wohnung. Kostet nichts und bringt die Natur mit in euren Zuhause.

Genauso ist es mit dem Einweg Adventskalender. Erstens ist er meist sehr teuer und Zweitens verursacht er unheimlich viel Müll, vor allem wenn mehrere gekauft werden.

Wieso nicht einfach selbst machen. So wie es vielleicht deine Mama bei dir schon früher gemacht hat. Ob in Gläsern verpackt, Zeitungspapier oder wie wir es auch früher hatten, die Strümpfe zum Aufhängen. Ganz große klasse. Am schönsten ist es auch selbstgemachte Sachen reinzupacken, wie Badekugeln, Waschmittel, Seife, vegane Aufstriche, vielleicht auch lecker Obst, um prima in den Tag zu starten. Frag doch einfach deine Mama, deinen Freund oder Freundin, ob sie Lust haben, gegenseitig einen zu machen. Da steckt so viel mehr Liebe drin, als in jeden gekauften. Und macht somit auch viel mehr Freude beim Öffnen.

Und was meinst du, wäre ein Weihnachten ohne Lichterketten? Sind Kerzen aus Sojawachs oder Bienenwachs denn weniger schön?

Oder mal die Lichterketten mit LED Lichterketten austauschen. Denn die alten schlucken oftmals mehr Strom als ein Kühlschrank am Tag. Was auch enorm hilft, ist eine Zeitschaltuhr, damit die Lichterkette nicht vergessen wird.

Achso und wieso eigentlich Kerzen aus Soja oder Bienenwachs? Da das Wachs bei normalen Kerzen Paraffin, also Erdöl enthält. Die Verbrennung des Öls verursacht CO2 Emissionen, die den Klimawandel vorantreibt. Aber auch die Produktion ist für massive Umwelt- Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist.

Und dann kommt auch schon bald der traditionelle Tannenbaum.

Wusstet ihr, dass etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume im Jahr für die deutschen gefällt werden und diese danach einfach im Müll landen? Traurig eigentlich oder?

Dazu kommt, dass Tannen mit Pestiziden behandelt werden zur Insektenbekämpfung. Bei einer Labor Analyse wurden bei etwa 75% der Weihnachtsbäume verschiedene Pestizide gefunden. Fünf davon werden als die gefährlichsten eingestuft, die in der EU eingesetzt werden. Diese sind nicht nur für uns schädlich, sondern auch für Boden und Gewässer.

Aber der Plastikbaum ist keine Alternative, denn die Ökobilanz ist erst nach 10-20 Jahren positiv ist und die Kunststoffbäume laut Studie im Durchschnitt nach 6 Jahren weggeworfen werden.

Also habe ich weiter geforscht und herausgefunden, dass manche Gärtnereien anbieten, einen Baum zu mieten. Dieser wird auch nach der Weihnachtszeit wieder abgeholt und eingepflanzt, damit er weiterwachsen kann.

Falls ihr aber einen großen Garten habt, könnt ihr auch selbst einen ziehen. Der Setzling kann in der Gärtnerei gekauft werden und wird nach Weihnachten und nach einer kurzen akklimatisierungszeit wieder mit Topf in den Garten gepflanzt. So kann er Jahr für Jahr wachsen. Großartig oder?

Das wird wohl meine Variante sein. Auch wenn ich nicht den grünsten Daumen habe, hoffe ich das Sascha mir auch etwas unter die Arme greifen wird. Dann wird das sicherlich ein ganz toller großer Weihnachtsbaum.

Für mich wird es auf jeden Fall eine ganz besinnliche Vorweihnachtszeit. Werde es so minimalistisch wie möglich halten. Aber auf Kleinigkeiten nicht verzichten. Dekoriert wird mit Tannenzapfen. Den Adventskranz werkle ich selbst. Dazu kommt am Samstag auch ein Video online. Und die Gemütlichkeit kommt dank tollen Sojawachskerzen. Werde mich nicht so stressen lassen. Und für euch habe ich einen ganz tollen selbstgemachten Adventskalender gezaubert, bei dem ich jeden Tag auf meinem Blog, ab dem 1.12 ein Türchen öffne. Mit tollen Tipps und Tricks zum selbst machen und ganz viel Liebe.

Ach ich freue mich auf die Weihnachtszeit.

 

Wollt ihr denn gerne noch mehr wissen über nachhaltigere Weihnachten? Vielleicht für Geschenke? Veganes Weihnachtsmenü, Plätzchen?

2 Kommentare bei „Nachhaltige Vorweihnachtszeit“

  1. Ein sehr schöner Beitrag ❤️. Ich würde gerne noch mehr wissen zu nachhaltiger Weihnacht, Geschenken, vegane Plätzchen und Weihnachtsmenü

  2. Wir haben einen Tannenbaum aus Holz gebaut und die Weihnachtsdekoration ist noch von meiner Mama. Denn Papa will nicht so viel ;9.
    Liebste Grüße,
    Melli

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