Entdecke Japan – Tokio, Mount Fuji Besteigung

Entdecke Japan Teil 2 – Tokio, Kyoto, Nara, Mount Fuji Besteigung. 3 Wochen eine neue Kultur kennenlernen. Unzählige Tempel und Schreine besuchen und das japanische Essen genießen.

Mit dem Schnellzug Shinkansen in Tokio ging es direkt noch ein Stück weiter nach Kyoto. Zug fahren ist in Japan wirklich einfach und sehr komfortabel. Ausfälle oder Verspätungen gibt es dort nicht und die Menschen dort sind sehr hilfsbereit, wenn man etwas Bestimmtes nicht findet. 

Kyoto ist wohl das interessanteste Ziel, für alle die sich sehr für die traditionelle Kultur Japans interessieren. 17 UNESCO-Welterbestätten, 400 farbenprächtigen Shintō-Schreinen, 1600 buddhistischen Tempeln und den unzähligen, herrlichen Stein- und Landschaftsgärten hat Kyoto zu bieten. 

Wenn man Kyoto zu Fuß erkundet, entdeckt man immer wieder auch kleine, versteckte Tempel, die man wohl sonst nie gesehen hätte, wenn man mit dem Bus von A nach B gefahren wäre. Deshalb kann ich es zu Fuß sehr empfehlen. Mit Google Maps ist das Ganze überhaupt kein Problem, wenn man sich vorher markiert wohin man möchte. 

Das hier waren meine Ziele.

Fushimi Inari-Schrein

Der Fushimi Inari-Schrein ist eines der absoluten Highlights eines jeden Kyoto-Besuchs. Der Schrein selbst ist relativ unspektakulär, dafür sind die roten Torii, durch die man den Berg hinauf läuft umso spektakulärer.

Insgesamt sind es mehr als tausend dieser roten Tore, die übrigens allesamt Spenden von Personen oder Unternehmen sind. Anfangs stehen die Torii sehr dicht und später in immer größeren Abständen hintereinander.

Dort habe ich den versteckten linken Eingang gewählt und bin nicht der Masse hinterher. Dieser Weg hoch war spektakulär und niemand weit und breit. Zwischen Bambuswälder, einem Wasserfall ging es den Berg hoch. Kann ich euch sehr empfehlen.

Chion-in

Sehenswert ist hier vor allem das riesige Eingangstor, hinter dem sich die Treppen hinauf zum Tempel erstrecken. 

Higashiyama Viertel und Kiyomizu-dera

Der Kiyomizu-dera aus dem 8. Jahrhundert ist einer der bekanntesten Tempel in Kyoto.

Tofuku-ji

Nach dem Fushimi Inari bin ich zu Fuß zum Tofuku-ji gegangen. Der Tofuku-ji ist ein Zen-Tempel. Erstaunlicherweise kommen nur relativ wenige Touristen hierher.

Die Tempelanlage ist herrlich idyllisch, mit einer alten Holzbrücke, einem kleinen Bach, viel Grün und schönen Gärten.

Bambuswald in Arashiyama

Durch den Garten des Tenryu-ji geht es direkt in den bekannten Bambuswald von Arashiyama. Ein relativ breiter Weg führt durch den riesigen Bambushain.Kann ich persönlich nicht empfehlen, da es hier nur vor Touristen wimmelt. 

Adashino Nenbutsu-ji

Im äußersten Nordwesten liegt der Tempel Adashino Nenbutsu-ji, der nahezu menschenleer war.

Im Adashino Nenbutsu-ji befinden sich ein Friedhof, auf dem mehr als 8.000 Steinfiguren stehen. Sehr beeindruckend! Außerdem gibt es direkt neben dem Tempel einen Bambushain, der im Gegensatz zum bekannten Bambuswald von Arashiyama menschenleer ist.

Nara

Weiter ging meine Reise nach Nara mit der Bahn. Unbedingt wollte ich zum Nara Park, da ich im Internet gelesen habe, es soll magisch sein…Mit dieser Erwartung bin ich dorthin gegangen… Die Rehe gehören seit Jahrhunderten zum Stadtbild und werden von den Bewohnern Naras als heilig verehrt. Für die Familie Fujiwara hatten Hirsche und Rehe einen hohen Wert, diese Tiere standen unter ihrem besonderen Schutz und durften im angrenzenden Wald von nie­man­dem gejagt werden. So kam es, dass Hirsche und Rehe sich im Umkreis des Fujiwara-Anwesens frei bewegen konnten und ihre natürliche Scheu gegenüber Menschen ablegten.

Ich dachte ich könne mich in den Park setzen und dass ein oder andere Reh sehen…Stattdessen kam ich mir vor wie im Zoo. Die Rehe wurden mit Reiscrackern von 1000 Touristen gefüttert… Mit wilden Tieren hat das nichts mehr zu tun…Dann kamen sie zu mir um zu schauen, ob ich auch Cracker habe… Natürlich nicht… Ich habe mir dieses Spektakel nur 5 Minuten angeschaut… Und bin dann wieder gegangen, um mir viel lieber die schöne Stadt Nara anzuschauen…

Die Umgebung ist wirklich schön und zu empfehlen. 2 Tage haben mir aber gereicht, bis es für mich weiter nach Yoshino ging. Wieder einmal in die Bahn gesetzt und losgedüst. Da habe ich zum ersten Mal extrem zu spüren bekommen, dass ich mit Englisch nicht weiterkomme. Umso weiter es in den Norden geht, umso schwieriger werden die Sprachbarrieren. Aber wir haben ja auch Hände mit denen wir uns irgendwie verständigen können.

Yoshino

Die Gegend Yoshino ist wunderschön und perfekt zum Wandern. Hier kann ich euch aber sehr ans Herz legen euer Handy mit Internet Empfang mitzunehmen, falls ihr euch mal verlaufen solltet. Denn viele Menschen trifft man dort nicht mehr und die Wanderwege sind natürlich auch nur noch auf Japanisch. Yoshino Mountain zu bewandern ist ein Traum. Nehmt euch hierfür am besten den ganzen Tag Zeit. 

Nach dieser Erfahrung ging es für mich zurück nach Tokio. Mein absolutes Highlight hat schon auf mich gewartet. Den Vulkan MOUNT FUJI besteigen.

Mount Fuji

Der 3776,24 m Fuji 富士山ist der höchste Berg Japans. Er befindet sich in der Nähe von Tokio auf der Grenze zwischen den Präfekturen Shizuoka und Yamanashi. Er gilt als heilig und wird seit mehr als 1000 Jahren als Sitz der Götter verehrt. Vom Fuji den Sonnenaufgang sehen, gilt als besondere spirituelle Erfahrung.

Offiziell darf man den Fuji nur von Anfang Juli und bis Ende August besteigen, wenn die Hütten offen sind. Deshalb sammeln sich zu dieser Zeit große Menschenmassen an. Was aber wenn man im Oktober in Japan ist? Gegoogelt habe ich wie ein Weltmeister. Und tatsächlich mit Erfolg einen Bergführer gefunden, der es auch noch im Oktober anbietet. Bei Mount Fuji Mountain Guides (unbeauftragte Werbung/ Selbst bezahlt) habe ich also die Vulkanbesteigung gebucht. https://www.fujimountainguides.com

Umgerechnet hat es etwa 330€ gekostet mit Übernachtung auf 3000hm in einer Berghütte und Essen.

War ich aufgeregt als es endlich soweit war. Aber es hat sich gelohnt. Der Guide kam aus Neuseeland und somit konnten wir uns prima auf Englisch unterhalten. In Shinjuku im Bahnhof war Treffpunkt. Von dort ging es mit dem Auto zum Mount Fuji auf 1440m. 2336m hatten wir also vor uns. 11.5km Anstieg und 8,5km Abstieg. Am ersten Tag haben wir es auf 3000m geschafft. Bis zu unserer Hütte zum Übernachten. Dort gab es erst einmal ein Reis Gericht zur Stärkung. Danach ein Bier und ab ins Bett. Denn um 4:30Uhr hat der Wecker geklingelt, damit wir den Sonnenaufgang auch ja nicht verpassen. Spektakulär sage ich euch. Über den Wolken und vollkommen unbeschwert.

Um 5:30Uhr ging es auch direkt wieder los. Ab 3400m hat mein Herz geschlagen wie verrückt. Die Beine wurden immer schwerer und schwerer. Und wir wurden auch immer langsamer. Aber dann war es geschafft. Angekommen am Shrein. Unbeschreiblich. So ganz anders als bei uns. Aber unglaublich schön. Leider war es sehr windig und nebelig, sodass wir den Krater nicht sehen konnten. Aber das war in Ordnung, denn ich hatte zu dieser Jahreszeit ganz anderes Wetter erwartet und war glücklich die Besteigung des Mount Fuji auch im Oktober geschafft zu haben.

Dann ging es wie im Fluge auch schon wieder runter. Denn man konnte sich auf der Vulkanasche lang gleiten lassen. Kleiner Tipp von mir. Übertreibt es nicht mit der Geschwindigkeit. Denn unten hat mich die Bergkrankheit gepackt, da ich mir nicht genügend Zeit zur Gewöhnung der Höhe genommen habe. Unten angekommen gab es noch lecker essen und dann ging es auch schon zurück nach Tokio. Der Vulkan war definitiv mein absolutes Highlight in Japan. 

Tokio

Tokio an sich habe ich mir nicht sehr lange angeschaut, da mir diese Stadt unglaublich viel Energie geraubt hat. Nur die typischen Dinge wie Shibuya Crossing, Skytree und einige Parks.

Ansonsten gab es natürlich legendäre Karaoke Abende mit Freunden, die ich dort kennen gelernt habe.

Mein Fazit

Japan hat sie viel mehr zu bieten als die typischen Sehenswürdigkeiten und Tokio. Das Essen dort ist unglaublich gut und vegan auch möglich. Habe mir ein Zettel mit Vegan auf Japanisch schreiben lassen und diesen gezeigt in lokal Restaurants, in denen nur Japanisch gesprochen wurde und wurde wirklich jedes Mal mit ausgefallenen und super leckeren Gerichten überrascht. 

Traut euch überall zu Fuß hin und erkundet auch die Seitenstraßen, die so viel mehr Kultur zeigen. 

Umso mehr es in den Norden geht, umso grüner wird es. 

Ich habe mich persönlich in keinem Land bisher so sicher gefühlt wie in Japan. Und das obwohl ich alleine unterwegs war. 

Wenn ihr also mal etwas ganz anderes, spezielles erleben möchtet, ist Japan definitiv eine Reise wert! 

Hier geht es zum ersten Teil meiner Japan Reise:

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